Progressive Mess- und Prüftechnik - Szenariostudie Band VI

EGO/Virgo Collaboration/Perciballi

Auswirkungen von Digitalisierung, Vernetzung, neuen Messprinzipien aus Bio- und Quantentechnologie, Simulation, Virtualisierung oder Kostendruck auf die Messtechnik. Neue Player, Fachkräfte und Geschäftsmodelle – Die Szenariostudie zeigt Entwicklungschancen für 2030 und darüber hinaus. :: Für Mitglieder

Zukunftsbilder für den Maschinen- und Anlagenbau | Band 6

Wir leben in einer hochtechnisierten Welt. Mess- und Prüftechnik begegnet uns auf Schritt und Tritt: Ob es um Qualität und Zuverlässigkeit von Alltags-Produkten geht, um die Sicherheit beim Autofahren und Fliegen oder um die medizinische Diagnostik, Landwirtschaft und Ernährung – wir können heute auf alles vertrauen aufgrund von ausgefeilten Geräten und Methoden zur Bestimmung zahlreicher physikalischer Größen. Wir können uns verlassen auf korrekte Justierung und Kalibrierung von Messgeräten sowie einheitliche Standards. Smartphones sind heute mit Sensoren und Messtechnik vollgestopfte Multi-Talente inklusive eingebauter Touch-Panel Bedienoberfläche, Kamera und trainierter künstlicher Intelligenz. Was brauchen wir mehr?

Es ist klar, dass Präzision, Effizienz, Langlebigkeit und Kosten von Mess- und Prüfgeräten mit den stets steigenden Anforderungen der Anwender Schritt halten müssen – dazu gehören auch die Hersteller von Maschinen und Anlagen. Damit ist die Mess- und Prüftechnik Fortschrittsmotor für unsere Industrie. Gibt es Trends und Disruptionen, die sich auf die Fähigkeit, präzise zu Messen auswirken und damit einen Grundstein der Wettbewerbsfähigkeit der Firmen berühren?

Zukunftsbilder statt Prognosen
Wir versuchen in der vorliegenden Studie, Antworten zu geben und Impulse zu setzen – mithilfe von Zukunftsbildern, die wir in Workshops mit Experten aus Anbieter- und Anwenderindustrien, Forschern und Metrologen erarbeitet haben. Die vorgestellten Szenarien sind keine Prognosen, sondern regen an, Zukunftsannahmen zu variieren und auch zunächst unwahrscheinlich scheinende Alternativen zu Ende zu denken – wer hat vor 2020 die Wucht der Coronavirus-Pandemie vorhergesagt?

Die Studie spannt den Bogen von neuen Technologien über Nachhaltigkeit und soziale Aspekte bis hin zu neuen Geschäftsmodellen. Sie untersucht die Auswirkungen neuer Messprinzipien wie Biosensoren und Quantentechnologie, Miniaturisierung und drahtlose Vernetzung, Simulation und Virtualisierung aber auch Kostendruck, Verschiebungen von Messtechnikdesign und -Herstellung vom Anbieter zum Kunden und die Rolle und Verfügbarkeit von Fachkräften.
Der Einfluss der Digitalisierung zieht sich als roter Faden durch alle vier Szenarien – mit entsprechend prägenden Namen:

  • Big Data, Bright Future: Messtechnik ist allgegenwärtig, kostengünstig und   vollständig vernetzt.
  • Smart Data, Systematic Future: Fortgeschrittene Simulationen komprimieren den Messbedarf auf Schlüsselprozesse.
  • Analog Data, Ambivalent Future: Neue Wirkprinzipien bei stagnierender Digitalisierung.
  • No Future for more Data? Aufbäumen gegen den Fortschritt: keine Standards, kein Austausch, kaum Veränderung.

Wir geben in dieser Studie Handlungsempfehlungen für die Unternehmen, Forschung, Politik und Metrologie-Institute. Wir zeigen überdies, wie der VDMA und seine Fachzweige auch in Zukunft die nötige Zusammenarbeit der Player und Best Practices unterstützen wird.

Mit einer Einführung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), dem nationalen Metrologieinstitut Deutschlands, und einer umfangreichen Sammlung weiterführender Literatur für die vertiefende Arbeit.

„Progressive Mess- und Prüftechnik 2030“ ist das sechste weitreichende Trendthema, das wir im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI umfassend bearbeitet haben. Die Studie wurde auf dem VDMA Future Business Web-Summit veröffentlicht.

Download der 40-seitigen Vollversion exklusiv für VDMA-Mitglieder.
Bei Fragen bitte kurze E-Mail an Sabine Egerer.

 

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