Foresight in a nutshell – Schnelleinstieg II

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Von der Graswurzelbewegung bis zum systematischen Prozess – wie funktioniert Foresight eigentlich in der Praxis? Vier Schritte sind notwendig, um Ihre Organisation fit zu machen für "Preparedness", unabhängig von Themen und Trends. Wir zeigen am Beispiel Future Business, wie VDMA selbst vorgegangen ist.

"Lassen Sie uns doch einmal die Schritte zur Umsetzung von Foresight als Unternehmensstrategie auf einer einzigen Folie darstellen" – Das war die Aufgabe, die wir uns kürzlich für ein Web-Seminar mit der FVA gestellt hatten. Um diese Zusammenfassung herum entstand ein Foliensatz, der sich hervorragend für einen Schnelleinstieg eignet (download für VDMA-Mitglieder unten). 

Vier Schritte
Die Literatur zu Innovationsmanagement, Delphi, Trendscouting, Szenariotechnik und Roadmapping ist zahlreich, die Werkzeuge ebenso, analog und digital. Denjenigen, die Zukunftsmanagement in Maschinenbauunternehmen betreiben, fehlt aber meist ein Foresight-Studium oder die Zeit, sich tief in die Theorie einzuarbeiten. Wir haben uns deshalb die Frage gestellt: Wie können wir die Werkzeuge und die Praxis schnell vermitteln? Wie wird die Organisation fit für die Zukunft, unabhängig von Trendthemen, Prognosen und der Frage nach disruptiver Veränderung – nach dem Motto "Lernen, die Wellen des Wandels zu reiten, ohne darin zu ertrinken". Vier Schritte haben wir herausgearbeitet und "Foresight in a Nutshell" genannt. 

Best Practices
Im Expertenkreis Corporate Foresight tauschen Mitgliedsfirmen ihre Erfahrungen aus – in jeder Sitzung präsentieren wir einen Best-Practice-Bericht eines Unternehmens. VDMA ist mit der Gründung von Future Business 2015 selbst durch den Prozess von "Foresight als Unternehmensstrategie" gegangen – deshalb stellen wir Ihnen unsere eigenen Erfahrungen vor: Den Weg von der "Graswurzelbewegung" zum systematischen Prozess; mit Trendradar, Szenariostudien und Roadmapping. Quer durch die vielen Technologie- und Marktfelder des Maschinenbaus, quer durch die verschiedenen Fachzweige und Bereiche im VDMA. Future Business war von Anfang an als Open Innovation Plattform konzipiert, d.h. nutzte Netzwerke innerhalb und außerhalb der Organisation. Frei nach Henry Chesbrough: "Part of the job for your smart people is to identify, recognize, and then connect to the other smart people out there". 

Bereichsübergreifende Zusammenarbeit
Fazit: Zukunftsmanagement braucht eine eigene Identität im Unternehmen, kann aber meist nicht alle Themenbereiche (historische, bestehende und zukünftige) bzw. die gesamte Komplexität des Unternehmens abbilden. Es ist deshalb wichtig "kollektive Intelligenz" zu nutzen: Jede Organisation hat kluge Köpfe, die es gilt zu einzubinden und zu motivieren. Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Im VDMA gibt es dafür ein eigenes Programm, INSPIRE genannt.

Der Foliensatz richtet sich an Innovationsmanager, Foresighter, Entwicklungsleiter und Entscheider in der Unternehmenspraxis. Er ist für VDMA-Mitglieder erhältlich und für diese kostenlos. 

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