Intralogistik und Digitalisierung

Shutterstock

Die Intralogistik nimmt eine Querschnittsfunktion innerhalb eines Unternehmens ein. Sie umfasst dabei die Organisation, Steuerung, Durchführung und Optimierung des innerbetrieblichen Materialflusses, der Informationsströme sowie des Warenumschlags in der Industrie.

Am 14. Februar 2020 fand der Erfahrungsaustausch Produktion mit dem Schwerpunkt auf den Bereich Intralogistik und Digitalisierung im Technologiezentrum in Dortmund sowie im Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) statt.

Der erste Teil des Erfahrungsaustausches beinhaltete Vorträge zur Theorie und zu Praxisbeispielen aus den Bereichen Intralogistik und Digitalisierung. Im Anschluss hatten interessierte Teilnehmer noch die Möglichkeit an einer Führung im Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML teilzunehmen. Im Zuge des Erfahrungsaustausches waren unter anderem die Themen „Maschinenlernen“, „Augmented Reality (AR)“ sowie „Echtzeit-Lokalisierung von Elementen“ Gegenstand der Diskussion. Die Vorträge zeigten, dass die Digitalisierung natürlich auch in der innerbetrieblichen Logistik weiter voranschreitet. So nimmt zum Beispiel der Einsatz von Machine Learning (ML) weiter zu: Laut einer VDMA-Umfrage wollen knapp die Hälfte der befragten Maschinenbauer bis 2022 ML im Kundendienst einsetzen. Auch in den Abteilungen Konstruktion und Produktion ist ein vermehrter Einsatz von Maschinenlernen geplant.

Im Rahmen des Beitrages der Gebhardt Fördertechnik GmbH, die zusammen mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum ein Kooperationsprojekt durchgeführt hat, wurde deutlich, wann der Einsatz von AR auch für den Mittelstand sinnvoll erscheint. Dabei hilft eine AR-Brille zum Beispiel beim Einarbeiten von Mitarbeitern an neuen Maschinen. Für den Einsatz über mehrere Stunden ist eine solche Brille zurzeit noch weniger geeignet, da das Gewicht und der Tragekomfort insgesamt noch nicht zufriedenstellend sind. „Traditionelle“ Lösungen wie Bildschirme sind in diesem Fall noch überlegen. Ebenso wurde ein System vorgestellt, das eine Echtzeit-Lokalisierung von Elementen innerhalb der eigenen Fabrik ermöglicht. Durch diese Lösung können Bauteile so schnell gefunden und auch jederzeit nachverfolgt werden. Zudem ist so auch eine intelligente und rechtzeitige Materialbereitstellung möglich.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum „Digital in NRW“ in Dortmund statt. Das Kompetenzzentrum in Dortmund ist eins der 27 deutschlandweiten Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren. Zusammen mit den zwei weiteren Zentren in NRW, in Aachen (Rheinland) und in Paderborn (OWL), dient das Zentrum in Dortmund als Ansprechpartner für Firmen rund um das Thema Digitalisierung.

Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.