Lösungen für den Maschinenbau in 48 Stunden

Fraunhofer Venture

VDMA und Fraunhofer schaffen mit dem „Hacking Engineering“-Hackathon eine neue Plattform für Innovationen - Startups entwickeln erfolgreich Lösungen für die Herausforderungen von Industrieunternehmen - 11 internationale Teams nehmen am Pilotwettbewerb in Berlin teil

Viele industrielle Märkte verändern sich mit immer höherer Geschwindigkeit. Um als Unternehmen hier Schritt halten zu können, braucht es neue Innovationsformate. Der „Hacking Engineering“-Hackathon des Maschinebauverbands VDMA und der Fraunhofer-Gesellschaft hat eine neue Plattform geschaffen, um solche Herausforderungen angehen zu können. Startups und Forscher kommen mit Ingenieuren, Soft- oder Hardwareentwicklern und UX-Designern zusammen, um Hard- und Software für reale Problemstellungen von Maschinenbaufirmen zu entwickeln. Das Besondere daran: Neue Fraunhofer-Technologien stehen den Teams optional zur Lösungsfindung bereit.

Der Pilot des Ideenwettbewerbs fand vom 17. bis 19. Mai 2019 in der Gründermetropole Berlin statt. Er fokussierte sich auf Herausforderungen in den Feldern Datenübertragung, Fernwartung, Augmented Reality, und Predictive Maintenance. Dafür wurden vier Aufgaben von den Unternehmen Rolls Royce Power Systems, F&S Bondtec Semiconductor und KSB eingebracht. An dem Hackathon nahmen 11 internationale Teams mit insgesamt 44 Hackern teil; darunter sowohl Startups und Forschungsteams als auch Studierende und Young Professionals.

„Maschinenbauer sind Macher. Da wird nicht lange gefackelt. Insofern schafft der Hackathon die idealen Voraussetzungen, um schnell und agil frische Ideen zu gewinnen und auf die Straße zu bringen."

Preise für sechs Teams
Sechs Lösungen überzeugten die Jury besonders. Den Preis für die Aufgabe von Rolls Royce Power Systems gewann das Team „Always Tuned“ mit ihrem Konzept einer nachhaltigen Hardware. Das Forschungsteam „MyDigitalMachine“ aus dem Fraunhofer IPA überzeugte die Jury bei der Challenge von F&S Bondtec. Sie entwickelten eine analoge Lösung für die Wartung von Anlagen mit Hilfe sicherer Datenübertragung. Bei der Challenge von KSB zur Komponentenerkennung in bestehenden Anlagen holte das Team „KogniSense“ mit ihrem innovativen Ansatz zur Auslesung von Typenschildern den Sieg. Das Team „the Avengers“ gewann den Sieg bei der zweiten Challenge von KSB. Sie überzeugten mit einem Machine-Learning-Ansatz für die Zustandskontrolle und Wartung von Pumpen. Weitere Preise vergab Fraunhofer an die Teams „Absperrklappen“ sowie „qbound“, die Fraunhofer-Technologie nutzen.

Dr. Eric Maiser, Leiter des Competence Center Future Business im VDMA und Juror beim „Hacking Engineering“- Hackathon kommentierte: „Maschinenbauer sind Macher. Da wird nicht lange gefackelt. Insofern schafft der Hackathon die idealen Voraussetzungen, um schnell und agil frische Ideen zu gewinnen und auf die Straße zu bringen. Beeindruckt hat uns dabei das hohe technische Niveau der Lösungsansätze.“ Die Gewinnerkonzepte werden beim Startup Summit von VDMA und Fraunhofer am 21. Mai ab 10 Uhr in Berlin vorgestellt.

Der Hackathon bildet den Auftakt des gemeinsamen „Hacking Engineering“-Projekts, mit dem VDMA und Fraunhofer gemeinsam High-Tech-Startups für den Maschinenbau erschließen wollen. „Wir wollen gemeinsam dazu beitragen, dass die Maschinenbauindustrie als Motor der deutschen Wirtschaft durch marktfähige Innovationen auch in Zukunft zur Weltspitze gehören wird“, erläutert Dr. Laura Dorfer von VDMA Startup Machine. Tea Böhm von Fraunhofer Venture ergänzt: „Die systematische Kooperation und der Technologie-Transfer zwischen High-Tech-Ausgründungen aus der Forschung und dem industriellen Mittelstand eröffnen hier besondere Chancen. Der Hackathon ist ein guter Startpunkt, um diese Vision gemeinsam zu verwirklichen.“