Maschinenbau und Startups

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Mit der Plattform Startup-Machine unterstützt der VDMA seine Mitgliedsunternehmen dabei, Partner aus dem Startup-Umfeld zu identifizieren, Kooperationen anzubahnen und vom digitalen Gründergeist zu lernen.

Mit Jungunternehmen Zukunftsmärkte schaffen und erobern – immer mehr Maschinenbauer schreiben sich das auf ihre Fahnen. Die Suche nach passenden Partnerunternehmen und Kooperationsmodellen wird damit zur zentralen Aufgabe im Maschinenbau.

Eine Zusammenarbeit von Startups und Maschinen­ und Anlagenbauern kann für beide Seiten große Vorteile bringen. Start­ups setzen Trendthemen wie Industrie 4.0 in neue Produkte und Services um. Dazu nutzen sie innovative Arbeitsweisen, die neue Impulse für klassische technologieaffine Branchen bringen können. Umgekehrt ist der Maschinenbau eine riesige Anwenderindustrie für Start­ups.
 

„Startups sind im Maschinen- und Anlagenbau ein strategischer Ansatz, der nachweislich Nutzwerte generiert.“

Mit der Start­up-­Machine hat der VDMA eine Plattform für den Austausch zwischen Start­up­ und Maschinen­ und Anlagenbauunternehmen geschaffen. Das Serviceangebot der Start­up-Machine hat drei Schwerpunkte:

 

Um Mitgliedsunternehmen bei der Suche nach einem passenden Start­up­Partner zu unter­ stützen, bietet der VDMA den Start­up­Radar an, ein Machine­Learning­basiertes Instrument, mit dem sich weltweit geeignete Start­ups finden lassen. Im Fokus stehen dabei Start­ups mit Maschinenbaurelevanz, die mit ihren Fähigkeiten und Leistungsangeboten komplementär zur Industrie sind. Der Start­up­Radar erschließt die Felder, in denen Start­ups für den Maschinenbau aktiv sind (sogenannte Start­up­Aktionsfelder). Er gibt Aufschluss über aktuelle Trends bei Neu­ gründungen und der globalen Verteilung der Start­ups. Relevante Start­ups sind in einer Longlist thematisch aufgeschlüsselt.

Mit neuen Kooperationskonzepten und Veranstaltungsformaten bringt der VDMA ausgewählte Startups mit Maschinenbauern zusammen.

  • Network-Events: Bei diesen Veranstaltungen geht es darum, Orte der Begegnung zu schaffen. Dazu dienen Formate wie „Speed­Datings“ oder „Elevator­Pitches“. In „Elevator­Pitches“ stellen die Start­ups in wenigen Minuten ihre Ideen vor.
     
  • Hackathons: Innerhalb kürzester Zeit entwickeln Startups konkrete Lösungsideen für Mitgliedsunternehmen.
     
  • Ideenwettbewerbe: 2018 hat der VDMA gemeinsam mit Partnern den „Start­up Live“­Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem Startups an nur einem Wochenende Industrie-­4.0­Geschäftsmodelle für den Maschinen­ und Anlagenbau entwickeln. Die besten Lösungen wurden prämiert. Je nach Umsetzungsreife und Überzeugungskraft der Konzepte wurde der „Idea Stage Winner“, der „Start­up Stage Winner“ und der „Best Pitch Winner“ ausgezeichnet.
     
  • Expo & Awards: Um Sichtbarkeit für Top­Startups zu schaffen, bietet der VDMA auf seinen Messe­ und Kongresspräsenzen Start­up­Pitches an. Auf dem 10. Deutschen Maschinenbau­Gipfel hat der VDMA zudem erstmals Startup­Awards vergeben.

Mit verschiedenen Angeboten möchte der VDMA seine Mitgliedsunternehmen für die Start­up­ Kultur sensibilisieren und sie dabei unterstützen, von der Start­up­Methodik zu lernen. Dazu die­ nen z. B. Trainings im „Makers Space“ – einer offenen, kollaborativen Werkstatt mit modernen Produktionsmitteln und industriellen Produktionsverfahren, in der jeder frei und kreativ an Maschinen arbeiten kann – sowie Workshops zum Thema „Start­ups als Unternehmensstrategie“.

Erste Startup-Studie „Start­up­-Affinität und ­-Strategie im Maschinenbau“ gibt Handlungsempfehlungen

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Dass Maschinenbauer die Bedeutung von Startups erkannt haben, belegt eine VDMA-Mitgliederbefragung, die VDMA Startup-Machine in Kooperation mit der EBS Universität für Wirtschaft vorgenommen hat. In dieser wird erstmals aufgezeigt, wie aufgeschlossen Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau gegenüber dem Thema Startups bereits sind und wie aktiv sie mit Jungunternehmen zusammenarbeiten. 

Die Schlüsselergebnisse der Studie:

  • Mehr als zwei Drittel der Befragten halten Startups für strategisch relevant für ihre Branche.
  • Über die Hälfte der Befragten arbeitet bereits heute mit Startups zusammen – fast drei Viertel möchten in den nächsten Jahren damit beginnen.
  • Knapp 70 Prozent der Unternehmen, die bereits mit Startups zusammenarbeiten, sind mit dem Kooperationserfolg zufrieden.
  • Die Top-Motive sind der Zugang zu neuen Technologien und neuen Geschäftsmodellen sowie Produkten.
  • Die meistgenutzte Kooperationsform bei den Startup-aktien Maschinenbauern ist die projektbezogene Kooperation.

Die Studie zeigt den Maschinenbau-Unternehmen, welche Erfolgsstrategien und -modelle die Industrie anwendet, und das aufgeschlüsselt nach Unternehmensgröße. Darauf basierend werden branchenspezifische Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Startups wiederum erfahren in der Studie, worin Startup-Bedarfe, Auswahlkriterien und Suchfelder im Maschinenbau bestehen und welche Strategien Unternehmen aktuell in der Kontaktanbahnung und Kooperation verfolgen.

Die Studie kann bei Interesse unter future@vdma.org angefragt werden.

Weitere Informationen zum Thema „Maschinenbau und Startups“ finden Sie unter https://future.vdma.org/startups