Power-to-X: Neue Arbeitsgemeinschaft im VDMA

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Die Zukunftsbilder "Power-to-X 2030" haben einen Startpunkt für die neue Arbeitsgemeinschaft Power-to-X for Applications (AG P2X4A) gesetzt, die am 11.12.2018 gegründet wurde. Die AG vertieft dieses für Energiewende, Klimaschutz und Sektorkopplung wichtige Thema mit über 50 engagierten Firmen.

Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine Schlüsselindustrie für den Klimaschutz, als Hersteller von Lösungen und als Anwender neuer Technologien gleichermaßen. Im Zuge der Energiewende und der Sektorkopplung rücken die direkte und die indirekte Nutzung von elektrischer Energie (Power-to-X) in den Fokus. Nicht nur für die Mobilität (z.B. elektrische Antriebe mit Batterien oder Brennstoffzelle, Verbrennungsmotoren mit synthetischen Kraftstoffen), sondern auch für Chemieprodukte oder den Wärmemarkt ist P2X eine Option. VDMA Future Business hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ISI mit Hilfe von Szenarien mögliche Zukünfte für die Industrie beleuchtet und Handlungsempfehlungen an Unternehmen, Forschung, Politik und den VDMA gegeben.

Neue Arbeitsgemeinschaft vertieft und präsentiert neue Studie
Das Interesse der Mitgliedsfirmen war bereits zum Future Business Summit "Power-to-X" sehr hoch. In Mainz konnten die Teilnehmer in der größten Power-to-X Anlage ihrer Art sehen, wie heute bereits Windstrom in grünen Wasserstoff umgewandelt wird. Weitere Studien, u.a. "Antrieb im Wandel" und die "FVV-Kraftstoffstudie" folgten. Für VDMA war eine Fortführung und Intensivierung der Power-to-X-Aktivitäten schnell klar, die Ausweitung in der Breite der Wertschöpfungskette offensichtlich. VDMA Motoren und Systeme hat die Initiative ergriffen und frühzeitig die Gründung der neuen Arbeitsgemeinschaft Power-to-X for Applications (AG P2X4A) vorangetrieben. Am 11.12.2018 war es soweit: Mit über 50 Gründungsmitgliedern ging die AG erfolgreich an den Start und präsentierte eine Studie, die das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung zusammen mit der IREES GmbH im Auftrag der VDMA-nahen IMPULS-Stiftung durchgeführt hat. Die Arbeitsgemeinschaft spricht VDMA-Mitglieder und Marktteilnehmer außerhalb des Maschinenbaus an. Damit hat VDMA einen Ankerpunkt für dieses Trendthema für die Industrie geschaffen und wird Anwendungen, Geschäftsmodelle, Netzwerke, Rahmenbedingungen weiter vertiefen. Die Einbindung der Politik und die Öffentlichkeitsarbeit sind ein weiterer wesentlicher Fokus.

Beteiligte VDMA-Gremien
Im VDMA waren bereits wesentliche Akteure einer P2X-Wertschöpfungskette organisiert, von der Erzeugung erneuerbarer Energie über die Anlagenbauer bis hin zu den Abnehmern künstlicher Kraftstoffe. An den Future-Business-Workshops, der Erstellung der Studie "Power-to-X 2030" und für die Verbreitung der Ergebnisse waren u.a. folgende VDMA-Fachbereiche maßgeblich beteiligt:

Mit der neuen Arbeitsgemeinschaft bringt der VDMA nun den Maschinen- und Anlagenbau mit weiteren wichtigen Marktteilnehmern wie der Mineralölwirtschaft, der Automobilindustrie und der Chemieindustrie zusammen. Die neue Arbeitsgemeinschaft koordiniert nun auch die weiteren Akteure im VDMA. Das sind die VDMA Fachzweige aus dem Anlagenbau, der Energieerzeugung, Anwender- und Zulieferindustrien sowie Forschungsvereinigungen. Einen Info-Flyer und weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie hier.