Aktuelles Trendthema: Kreislaufwirtschaft 4.0

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Future Business bereitet das nächste komplexe Trendthema mit möglichen tiefgreifenden Effekten für den gesamten Maschinen- und Anlagenbau auf. Es betrifft nicht nur die aktuell vieldiskutierte Zukunft der Kunststoffindustrie und Abfall- und Recyclingtechnik, sondern alle Fachzweige mit Materialbezug. Erfahren Sie wie Sie beitragen können!

Aktuell
Die Vermüllung der Meere rückt nachhaltiges Wirtschaften, Vermeidungsstrategien, Recycling und Social Responsibility wieder stärker ins Bewußtsein der Gesellschaft. Industrie und Politik wollen Lösungen. Das fordert auch die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus – als Lösungsanbieter aber auch als Betroffene.

Die Idee
Reuse, Refurbish, Recycle – Die Grundidee der Kreislaufwirtschaft ist es, den Wert von Produkten und Komponenten am Ende ihrer Nutzungsphase möglichst optimal zu erhalten. Voraussetzung dafür ist ein integrierter Ansatz, der beispielsweise die Kreislauffähigkeit von Produkten bereits in der Designphase berücksichtigt, den Nutzungprozess verlängert und in der Nachnutzung für eine weitgehende Wiederverwertung sorgt. Darüber hinaus werden Ansätze wie "Upcycling" oder Ökoeffektivität ("Cradle-to-Cradle") diskutiert. Die Kreislaufwirtschaft soll zu einer deutlich effizienteren Nutzung natürlicher Ressourcen führen und durch den verringerten Materialbedarf auch einen wesentlichen Beitrag zu einer CO2-armen Wirtschaft leisten. Sie soll gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit sichern und zum Jobmotor werden, indem z.B. Versorgungsrisiken für die Industrie reduziert oder innovative Geschäftsmodelle (z.B. Sharing oder Leasing) entwickelt werden. Die Digitalisierung und Industrie 4.0-Ansätze könnten zu einer weiteren erheblichen Verbesserung beitragen. Die VDMA-Nachrichten 09-2018 veröffentlichen einen Blickpunkt dazu.

Der Future Business-Ansatz
Während die Maschinenbau-Unternehmen aktuell an Lösungsansätzen für die nächsten Jahre arbeiten (VDMA Technik, Umwelt und Nachhaltigkeit unterstützt mit einer Arbeitsgruppe), geht VDMA Future Business weiter und arbeitet an Szenarien für 2030 und darüber hinaus. In Zusammenarbeit mit VDMA-Mitgliedern, VDMA-Experten und Forschern erstellen wir Zukunftsbilder und Handlungsempfehlungen, die für das Thema Kreislaufwirtschaft sensibilisieren, einen sicheren Einstieg bieten und als Entscheidungshilfe für Ihr Geschäft dienen. Unser Partner ist dabei das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI. Welche Vorteile und Geschäftschancen ergeben sich durch materialeffizientes Wirtschaften? Unter welchen Rahmenbedingungen ist das interessant für den Maschinen- und Anlagenbau? Kann das Ganze I4.0-tauglich umgesetzt werden? Die Zukunftsbilder bauen auf unserem zweiten Trendthema "Zukunftswerkstoffe" auf.

Mitarbeit möglich
Beteiligte VDMA-Bereiche sind Abfall- und Recyclingtechnik | Technik, Umwelt, Nachhaltigkeit | Kunststoff- und Gummimaschinen | Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen | Verfahrenstechnische Maschinen und Anlagen | Metallurgy | Antriebstechnik | Fluidtechnik | Hybride Leichtbau Technologien | Business Advisory | Photovoltaik-Produktionsmittel | Organic and Printed Electronics Association | Mining
und weitere Mitglieder der Task Force Future Business. Wenn Sie als Mitglied mitarbeiten wollen, sprechen Sie uns gerne an. eMail an sabine.egerer@vdma.org mit einem Stichwort zu Ihrer Expertise oder Betroffenheit im Thema genügt.