VDMA Future Business: Machine Learning ist neuer Impulsgeber

VDMA

Ergebnis der Auftaktveranstaltung des Competence Center Future Business mit 70 Industrievertretern: „Machine Learning“, also selbstlernende Systeme, ist einer der Trends, der die Zukunft prägen wird und dem sich der VDMA und seine Mitglieder nun frühzeitig widmen.

Maschinenbauer erarbeiten Trendradar und neue Geschäftsmodelle

Trends und Disruptionen, die für den Maschinen- und Anlagenbau relevant sind, gemeinsam erkennen und nutzen – das hat sich das VDMA Competence Center Future Business auf die Fahnen geschrieben. „Machine Learning“, also selbstlernende Systeme, ist einer dieser Trends, der die Zukunft prägen wird und dem sich der VDMA und seine Mitglieder nun frühzeitig widmen. Zur Auftaktveranstaltung des neuen Competence Center arbeiteten 70 Industrievertreter zudem an einem breit angelegten Trendradar, den der VDMA-Projektpartner, das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, vorstellte.

Zukunft gemeinsam denken
Hartmut Rauen, als stellvertretender Hauptgeschäftsführer zuständig für die Forschungsthemen im VDMA, brachte es einführend auf den Punkt: „Machine Learning eröffnet auch der deutschen Maschinenbau-Industrie ganz neue Welten, die wir entdecken und für die intelligente Produktion erschließen möchten.“ Dr. Eric Maiser, Leiter VDMA Future Business, erklärte: „Wir tauchen ein in selbstlernende, selbstoptimierende, autarke Systeme. Es geht nicht nur um selbstfahrende Autos, sondern um kognitive Maschinen und Mensch-Roboter-Kollaboration. Wir haben viel gehört über zunächst exotisch anmutende Themen wie neuronale Netze oder ‚Gamification‘. Wir haben gelernt, dass dies alles relevant ist für die Produktionstechnik und wie wir in Zukunft arbeiten.“ Und damit auch für die Maschinenbauer in Deutschland. „Der Trend betrifft unsere Industrie auch gesamthaft als große Anwenderbranche. Machine Learning wird eine wichtige Basistechnologie für die Zukunft sein“, analysierte Rauen.

Eine unbemerkte Revolution: Geschäftsmodelle gesucht
Josef Stoll (Deutsche Bahn AG), Matthias Dietel (IBM Watson), Professor Christian Bauckhage (Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS), Professor Tamim Asfour (Karlsruher Institut für Technologie) und Clemens Lutsch (Centigrade GmbH) zeigten, wie weit diese Zukunftstechnologie heute schon gekommen ist – vom selbstfahrenden System bis zum humanoiden Roboter. Bauckhage lobte : „Ich begrüße es außerordentlich, dass sich der deutsche Maschinenbau um Machine Learning kümmert. Wir erleben gerade eine Revolution, weitgehend unbemerkt. Noch vor einem Jahr haben wir es nicht für möglich gehalten, dass wir zu unseren Lebzeiten Computer sehen, die eine Art Intuition entwickeln.“ VDMA Future Business wird mit Fraunhofer ISI nun tiefer bohren. „Wir werden gemeinsam mit den VDMA-Mitgliedern Szenarien, also konsistente Zukunftsbilder, zu Machine Learning für den Maschinenbau entwickeln, die explizit Geschäftsmodelle und den Menschen einbeziehen. Denn jenseits der Machbarkeit ist es wichtig, Chancen und Risiken auszuloten“, betonte Elna Schirrmeister, stellvertretende Leiterin des Competence Center Foresight des Fraunhofer ISI.

Trendradar – Neue Blickwinkel für die Unternehmen
Am Nachmittag hatten die Teilnehmer Gelegenheit, aus einem großen Angebot von Trends mit möglichen Auswirkungen auf den Maschinenbau diejenigen zu diskutieren und zu priorisieren, die weiter in Form von Trendkarten aufbereitet werden und in den Trendradar einfließen sollen. „Der Trendradar wird den Unternehmen den Blick für das Wesentliche schärfen“, versprach Schirrmeister.

Maiser zeigte sich erfreut über den erfolgreichen Auftakt: „Das Roll-Out von Future Business ist geglückt. Jetzt steigen wir gemeinsam mit den Experten aus Forschung, VDMA und der Mitgliedschaft in die Feinarbeit ein. Die Ergebnisse präsentieren wir zum Jahresende in einem eigenen Zukunftskongress“.

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